Es ist Montagmorgen. Auf deinem Schreibtisch liegt eine Excel-Datei mit 12 Monaten Marktdaten.
Bis Mittwoch soll eine Management-Präsentation fertig sein. Parallel warten vier Führungsgespräche auf Vorbereitung – jedes mit einer anderen Persönlichkeit, anderen Herausforderungen, anderen Erwartungen.
Du kennst diesen Druck. Und du weißt: Die Zeit für echte Führungsarbeit – für Reflexion, Teamentwicklung, strategisches Denken – wird täglich kleiner.
Genau hier kommt KI ins Spiel. Nicht als Ersatz für deine Führungspersönlichkeit. Sondern als strategischer Enabler, der dir zurückgibt, was dir am meisten fehlt: Zeit und Fokus.
Wir befinden uns an einem Wendepunkt. Führungskräfte in Pharma & Healthcare, die KI in der Führung heute souverän einsetzen, werden morgen einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil haben – nicht weil sie effizienter sind, sondern weil sie wirksamer führen.
Aus meiner Arbeit mit Führungsteams in der Pharmaindustrie erlebe ich immer wieder dasselbe Muster: Die Führungskräfte, die zögern KI in der Führung einzusetzen, tun das nicht aus mangelndem Interesse. Sie zweifeln, ob KI wirklich zu ihrer Führungsrolle passt. Ob es authentisch ist. Ob es die menschliche Qualität ihrer Führung mindert.
Diese Sorge ist verständlich. Und sie ist unbegründet.
Denn KI ersetzt keine Empathie, keine Haltung, keine Beziehungsfähigkeit. KI in der Führung übernimmt die Aufgaben, die dich von alledem abhalten.
Lass mich konkret werden. In einem KI-Training mit einem Führungsteam aus der Pharmaindustrie haben wir gemeinsam 12 Anwendungsfälle erarbeitet – direkt aus dem Führungsalltag heraus. Kein theoretisches Tool-Training, sondern sofort anwendbare Methoden.
Marktdaten analysieren in 30 Minuten statt 2 Tagen
Was früher bedeutete: Stunden in Excel verbringen, Tabellen manuell auswerten, Trends händisch herausarbeiten – das erledigt Microsoft Copilot heute in einem Bruchteil der Zeit. Das Ergebnis: 90 % Zeitersparnis bei Routine-Analysen. Und vor allem: Tiefere strategische Insights, weil die gewonnene Zeit in echte Analyse statt mechanische Aufbereitung fließt.
Führungsgespräche individuell vorbereiten
Jedes 1:1-Gespräch ist anders. Eine analytische Führungskraft braucht andere Impulse als ein harmoniebedürftiger Mitarbeiter. KI in der Führung hilft, Persönlichkeitsprofile zu berücksichtigen, Gesprächsleitfäden zu entwickeln und konkrete Formulierungen vorzubereiten – abgestimmt auf den Menschen, nicht auf die Situation.
Management Executive Summary in 45 Minuten
Vier Stunden PowerPoint-Arbeit auf 45 Minuten reduziert. Nicht weil die Qualität sinkt – sondern weil KI die strukturelle Roharbeit übernimmt und du dich auf das konzentrierst, was wirklich zählt: die strategische Botschaft.
Change Management strukturieren
KI-Rollout im eigenen Team? Mit dem 8-Stufen-Modell von John Kotter und KI-Unterstützung wird aus einem abstrakten Veränderungsprozess ein konkreter, nachvollziehbarer Plan – mit klaren Verantwortlichkeiten und Meilensteinen.
Hier ist die Wahrheit, die in vielen KI-Diskussionen fehlt: Es geht nicht darum, möglichst viel zu automatisieren. Es geht darum, als Führungskraft wirksamer zu werden.
Wirksame Führung braucht Präsenz. Präsenz braucht Zeit. Zeit entsteht, wenn KI die richtigen Aufgaben übernimmt.
Das ist der Unterschied zwischen einer Führungskraft, die permanent beschäftigt ist – und einer, die wirklich führt.
In meiner Arbeit nenne ich das den Shift von “ich reagiere” zu “ich gestalte”. Führungskräfte, die KI in der Führung souverän einsetzen, berichten nicht nur von Zeitersparnis. Sie berichten von mehr mentaler Klarheit, tieferer Vorbereitung auf Gespräche, besseren Entscheidungen.
Eine Frage, die ich oft höre: “Verliere ich meine Authentizität als Führungskraft, wenn KI meine Kommunikation unterstützt?”
Meine Antwort: Nein – im Gegenteil.
Stell dir vor, du bereitest ein schwieriges Feedbackgespräch vor. Du weißt, dass dein Mitarbeiter sehr sensibel auf Kritik reagiert. Du nutzt KI in der Führung, um verschiedene Formulierungen durchzuspielen – immer mit deiner Haltung, deinen Werten, deinem Ziel. Was entsteht, ist kein KI-Gespräch. Es ist ein besser vorbereitetes Gespräch von dir.
Das ist der Kern: KI dient deiner Führungspersönlichkeit – nicht umgekehrt.
Die mentale Stärke, die Entscheidungsfähigkeit, die Beziehungsqualität – das bleibt dein ureigenes Territorium. KI gibt dir mehr Kapazität, genau diese Qualitäten zu entfalten.
Wer agil führt, weiß: Anpassungsfähigkeit ist kein Zufall, sondern eine Kompetenz. Genau dasselbe gilt für KI-Kompetenz.
Es reicht nicht, KI einmal auszuprobieren. Wirklich wirksam wird KI in der Führung, wenn du sie systematisch in deine Führungsroutinen integrierst – und dein Team mitnimmst.
Denn eines ist klar: Wenn du als Führungskraft KI souverän einsetzt, aber dein Team nicht, entsteht eine neue Schere. Die nächste Führungsaufgabe ist deshalb nicht nur die eigene KI-Kompetenz – sondern das gesamte Team zu befähigen.
In meiner Praxis hat sich gezeigt: Ein Führungsteam, das gemeinsam KI-kompetent wird, verändert nicht nur seine Effizienz. Es verändert seine Zusammenarbeitskultur. Wissen wird transparenter geteilt. Entscheidungen werden schneller und fundierter getroffen. Und die Führungskraft gewinnt genau die Zeit, die sie braucht – für echte Führung.
KI-Kompetenz bedeutet auch: wissen, wo die Grenzen sind. Gerade in einer regulierten Industrie wie Pharma ist das keine Nebensache.
1. Validiere KI-Ergebnisse immer – KI kann halluzinieren. Prüfe kritische Aussagen gegen verlässliche Quellen.
2. Keine sensiblen Daten in öffentliche KI-Tools – Nutze unternehmenseigene, compliant-fähige Lösungen wie Microsoft Copilot.
3. KI als Entwurf, nicht als Endprodukt – Deine Führungspersönlichkeit gibt die finale Richtung vor.
4. Transparenz gegenüber deinem Team – Erkläre, wo und wie du KI einsetzt. Das schafft Vertrauen.
5. Kontinuierliches Lernen – KI entwickelt sich schnell. Wer heute kompetent ist, muss morgen weiterlernen.
Wenn du als Führungskraft in Pharma & Healthcare erkennst, dass die Zeit für echte Führungsarbeit knapper wird – dann ist jetzt der richtige Moment.
Nicht um alle Prozesse zu automatisieren. Sondern um dir bewusst zu machen: Welche Aufgaben rauben mir täglich Zeit und Energie, die ich eigentlich für mein Team brauche? Und welche davon könnte KI übernehmen?
Die Antwort auf diese Frage ist der Anfang einer neuen Führungsqualität.
Du möchtest erfahren, wie KI-Kompetenz konkret in deiner Führungsrolle aussehen kann?
Ich entwickle maßgeschneiderte KI-Trainings für Führungsteams in Pharma & Healthcare – praxisnah, sofort anwendbar und mit klarem Fokus auf Führungswirksamkeit statt technischem Tool-Training.
Mehr über KI in der Führung erfahren? Sprich mich an – ich freue mich auf den Austausch.
Hier geht es zu weitere Praxisbeispielen
Susanne Rohrbeck ist Business Coach und Leadership Trainerin mit 20+ Jahren eigener Führungserfahrung in der Pharmaindustrie. Sie begleitet Führungskräfte in Pharma & Healthcare bei der Entwicklung moderner Leadership-Kompetenzen – mit den Schwerpunkten Agile Leadership, KI-Kompetenz, Mentale Stärke und Führungsentwicklung.